Bei wem kann eine Implantatbehandlung angewendet werden?

Person im Jeanshemd lächelt vor rosa Hintergrund und hält ein kleines Zahnmodell hoch (Symbolbild)

Eine Implantatbehandlung kann bei Personen durchgeführt werden, deren allgemeiner Gesundheitszustand angemessen ist und deren Kieferstruktur über eine ausreichende Knochendichte verfügt.

  1. Patienten mit fehlenden Zähnen: Patienten, denen ein einzelner Zahn oder mehrere Zähne fehlen oder die völlig zahnlos sind.
  2. Personen mit ausreichendem Knochenvolumen: Der Kieferknochen muss dicht und hoch genug sein, um das Implantat zu stützen. Reicht das Knochenvolumen nicht aus, kann es durch zusätzliche operative Eingriffe unterstützt werden.
  3. Personen mit guter Mund- und Zahngesundheit: Personen, die keine Zahnfleischerkrankung haben oder dagegen behandelt wurden.
  4. Personen mit gutem allgemeinen Gesundheitszustand: Personen, die chronische Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck unter Kontrolle haben.
  5. Diejenigen, die eine ästhetische und funktionelle Verbesserung wünschen: Patienten, die ihre ästhetischen Probleme beseitigen oder ihre Kaufunktionen verbessern möchten.
  6. Weniger rauchen: Rauchen kann den Heilungsprozess negativ beeinflussen, die Erfolgsquote ist jedoch bei Patienten hoch, die nicht rauchen oder ihren Zigarettenkonsum reduzieren können.

Bei wem kann eine Implantatbehandlung nicht angewendet werden?

Die Eignung für eine Implantatbehandlung wird durch eine ausführliche klinische Untersuchung sowie eine Panoramaröntgen- und Tomographie-Auswertung bestätigt. Bei Verdachtsfällen kann eine Konsultation mit einem multidisziplinären Ansatz (Innere Medizin, Endokrinologie usw.) erfolgen.

Unkontrollierte chronische Krankheiten

  • Diabetes: Unkontrollierter Diabetes kann die Knochenheilung verzögern. Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Wird bei Hochrisikopatienten möglicherweise nicht empfohlen.
  • Patienten mit Immunsystemproblemen: Patienten unter Krebsbehandlung: Nach einer Chemotherapie oder Strahlentherapie kann es zu einer Schwächung des Knochengewebes kommen.

Personen mit Immunschwäche: Der Heilungsprozess kann riskant sein.

  • Personen mit starkem Knochenschwund: Implantate können nur eingesetzt werden, wenn das Knochenvolumen durch eine Knochentransplantation oder andere unterstützende Operationen vergrößert wird.
  • Übermäßiger Rauch- und Alkoholkonsum: Rauchen und Alkohol können die Verwachsung des Implantats mit dem Knochen (Osseointegration) negativ beeinflussen.
  • Schwere psychische Probleme: Bei Personen mit Zahnarztangst oder Personen, die die Behandlung nicht durchhalten können, dürfen keine Operationen durchgeführt werden.
  • Patienten unter 18 Jahren: Die Implantation wird bei Personen, deren Knochenentwicklung noch nicht abgeschlossen ist, nicht empfohlen.
  • Schwangere Frauen: Während einer Schwangerschaft wird die Implantatbehandlung normalerweise bis nach der Geburt verschoben.

Situationen, in denen Implantate nicht durchgeführt werden können, in Kürze:

  • Einige Herzkrankheiten
  • Probleme mit der Blutgerinnung
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Unkontrollierter Diabetes
  • Einige Probleme in der Kieferknochenanatomie
  • Der Patient hat ein gesundheitliches Problem, das einen chirurgischen Eingriff möglicherweise verhindert.
  • Patienten, die vor kurzem eine Chemotherapie oder Strahlentherapie erhalten haben

Welches Alter ist für eine Implantatbehandlung am besten geeignet?

Insbesondere bei Kindern, die bereits früh einen Zahnverlust erlitten haben und deren Wachstum und Entwicklung noch nicht abgeschlossen sind, kommen Implantate bei fehlenden Zähnen nicht sofort in Frage. Die Behandlung wird fortgesetzt, indem die Wachstums- und Entwicklungsphase des Patienten anhand einiger Parameter, wie beispielsweise einer Röntgenaufnahme des Handgelenks, bestimmt wird.

Im Allgemeinen liegt das am besten geeignete Alter für eine Implantatbehandlung zwischen 18 und 65 Jahren. In dieser Altersgruppe ist der Kieferknochen im Allgemeinen dicht und dick genug, um das Implantat aufzunehmen. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine eindeutige Grenze.

Warum wird diese Altersgruppe bevorzugt?

  • Kieferknochenentwicklung: Vor dem 18. Lebensjahr ist der Kieferknochen noch nicht vollständig entwickelt, sodass die Erfolgsaussichten eines Implantats auf lange Sicht geringer sind. Sobald die Knochenentwicklung abgeschlossen ist, verankert sich das Implantat fester.
  • Knochendichte: Die Knochendichte kann mit dem Alter abnehmen. Daher benötigen Menschen mit Knochenschwäche im höheren Alter möglicherweise zusätzliche Behandlungen. Dank der heutigen Technologien kann die Implantatbehandlung jedoch auch bei Menschen mit Knochenschwäche erfolgreich angewendet werden.
  • Die Bedeutung des Alters bei der Implantatbehandlung: Das Alter ist nicht der einzige entscheidende Faktor bei der Implantatbehandlung. Weitere wichtige Faktoren sind:
  • Allgemeiner Gesundheitszustand: Gesunde Personen ohne chronische Erkrankungen sind besser geeignete Kandidaten für Implantate.
  • Mundhygiene: Eine gute Mundhygiene ist für die Langlebigkeit des Implantats sehr wichtig.
  • Kieferknochenstruktur: Die Kieferknochenstruktur ist einer der wichtigsten Faktoren, der den Erfolg des Implantats beeinflusst. Bei ausreichender Knochenstruktur ist eine Implantation auch im höheren Lebensalter möglich.
  • Implantatbehandlung bei älteren Menschen: Eine Implantatbehandlung kann bei älteren Personen durchgeführt werden, wenn ihr allgemeiner Gesundheitszustand gut ist und ihr Kieferknochen dicht genug ist. Erkrankungen wie Osteoporose können jedoch den Erfolg des Implantats beeinträchtigen. Daher ist vor der Implantation bei älteren Patienten eine detaillierte Evaluierung erforderlich.
  • Implantatbehandlung bei jungen Menschen: Eine Implantatbehandlung wird für Personen unter 18 Jahren im Allgemeinen nicht empfohlen, da sich der Kieferknochen noch in der Entwicklung befindet. In einigen Sonderfällen und wenn der Arzt es für angebracht hält, kann eine Implantatbehandlung jedoch auch bei jungen Menschen durchgeführt werden.

Patienten mit unzureichendem Knochenvolumen für die Implantatbehandlung

 Bei Patienten mit unzureichender Knochenunterstützung können zusätzliche Eingriffe erforderlich sein.

Knochentransplantat (Transplantation)

Bei Patienten, die nicht über das für eine Implantatoperation erforderliche Knochengewebe in Höhe und Breite verfügen, kann durch den Einsatz spezieller Knochentransplantate ein ausreichendes Knochenniveau erreicht werden. Diese Transplantate können künstliche oder natürliche Transplantate sein.

Osteosplit Anwendung: (Horizontale Augmentation) (Horizontale Expansion)

Reicht die Knochenbreite für das zu implantierende Implantat nicht aus, wird die Knochenbreite mit speziellen Bohrern vergrößert. Der Kieferkamm wird durch Öffnen in bukkolingualer Richtung mit speziellen Bohrern von der Mitte aus gedehnt und verbreitert. Der in der Mitte geöffnete Blockraum wird mit Knochenpulver verschlossen. Oder bei Blockknochentransplantaten wird Knochen von einem anderen Körperteil entnommen, mit Fixierschrauben beidseitig an der dünnen Stelle befestigt und der innere Teil erneut transplantiert. Und dann heißt es abwarten. Anschließend können Implantate problemlos in das neu gebildete Knochengewebe eingesetzt werden. Natürlich sind diese Verfahren zeitaufwändig und kostenintensiv. Deshalb ist es für den Patienten in jeder Hinsicht vorteilhaft, eine Implantatbehandlung ohne allzu lange Wartezeit nach der Zahnextraktion durchzuführen.

Sinuslift

Anatomisch können wir die Kieferhöhle kurz als die Lufträume beschreiben, die sich auf der rechten und linken Seite des Oberkiefers befinden und mit der Nase verbunden sind. Diese Zwischenräume, insbesondere jene, die von den Wurzelspitzen der Zähne im hinteren Bereich des Oberkiefers ausgehen, dehnen sich im Laufe der Zeit unter der Einwirkung des Luftdrucks aus, was zu einem Absacken des Sinusbodens und zu Knochenschwund nach Zahnverlust in dieser Region führt und eine Implantatbehandlung ohne fortgeschrittene chirurgische Verfahren unmöglich macht.

Das fortschrittliche chirurgische Verfahren, das das Einsetzen von Implantaten in diesen Bereichen ermöglicht, heißt Sinuslift. Bei diesem Verfahren wird der Sinusboden chirurgisch angehoben und zusätzliche Knochentransplantate in den angehobenen Sinusbodenbereich eingebracht, um dem Implantat ausreichend Knochenhalt zu geben. Die Implantation kann zusammen mit dem Sinuslift erfolgen, in manchen Fällen jedoch auch 6 Monate nach dem Sinuslift.

Es ist zu beachten, dass der Wiederherstellungsprozess in solchen Fällen länger dauert. Aus diesem Grund ist es für Patienten mit Zahnverlust wichtig, den Zahnverlust sowohl hinsichtlich der Operationskosten als auch des Behandlungserfolgs und der Genesungszeit möglichst schnell zu kompensieren.

PRF- und PRP-Anwendungen:

Die Heilung wird durch Blutgerinnungszellen beschleunigt.

Welche Komplikationen können nach der Implantateinsetzung auftreten? Komplikationen, die nach der Platzierung eines Zahnimplantats auftreten können, können in der Frühphase (kurz nach der Operation) oder in der Spätphase (Monate oder Jahre später) auftreten. Diese Komplikationen variieren und hängen von Faktoren ab, die mit dem chirurgischen Eingriff, dem Heilungsprozess oder der Mundhygiene des Patienten zusammenhängen. Zahnimplantate sind grundsätzlich eine verlässliche Behandlungsmethode, allerdings können, wie bei jedem chirurgischen Eingriff, Komplikationen auftreten. Wenn es nicht frühzeitig erkannt und behandelt wird, kann es zum Verlust des Implantats kommen. Um diese Komplikationen zu verhindern, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen und eine gute Mundhygiene von entscheidender Bedeutung. Bei etwaigen Problemen empfiehlt sich ein Rücksprache mit Ihrem Zahnarzt.

Frühkomplikationen

  • Schmerzen und Schwellungen: Schmerzen und Schwellungen aufgrund eines chirurgischen Traumas, Gewebeschäden oder Ödemen können auftreten. Die Behandlung erfolgt durch Eisanwendung, Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente.
  • Blutungen (postoperative Blutungen): Aufgrund von Traumata des Zahnfleisches und der Gefäße kann es zu Nachblutungen kommen. Um die Blutung zu stoppen, wird mit Gazestreifen Druck ausgeübt. Bei übermäßigen Blutungen kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein.
  • Infektion (Periimplantäre Mukositis): Sie äußert sich durch Symptome wie Schwellung, Rötung, Ausfluss und Schmerzen. Mangelnde Mundhygiene, Rauchen oder mangelnde Desinfektion des Operationsbereichs können zu Infektionen führen. Die Infektionskontrolle erfolgt durch Mundpflege mit Antibiotikabehandlung und antiseptischen Lösungen.
  • Sinusperforation: Eine Sinusperforation tritt auf, wenn die Nasennebenhöhle beim Einsetzen eines Implantats im Oberkiefer beschädigt wird. Es treten Symptome wie Nasenausfluss, Infektionen oder Schmerzen auf. Kleine Perforationen heilen von selbst, größere Schäden erfordern jedoch eine chirurgische Behandlung.
  • Nervenschäden: Wenn das Implantat zu nahe am Nerv im Unterkiefer platziert wird, kann es zu Nervenschäden kommen. Es treten Symptome wie Taubheit, Kribbeln oder Gefühlsverlust auf. Leichte Fälle können sich mit der Zeit bessern. In schweren Fällen kann eine Implantatentfernung erforderlich sein.

Spätkomplikationen

  • Osseointegrationsversagen (Versagen der Verschmelzung mit dem Knochen): Tritt aufgrund unzureichender Knochendichte, Überlastung, systemischer Probleme, Infektionen oder Rauchen auf. Zu den Symptomen zählen eine Bewegung des Implantats sowie Schmerzen oder Druckempfindlichkeit. Zur Behandlung wird das Implantat entfernt und kann nach einer Knochentransplantation wieder eingesetzt werden.
  • Periimplantitis (Infektion rund um das Implantat): Mangelnde Mundhygiene, Rauchen und Zähneknirschen (Bruxismus) sind die Ursachen einer Periimplantitis. Es äußert sich durch Zahnfleischrückgang, Entzündungen, Blutungen und Knochenschwund. Eine Antibiotikabehandlung, eine mechanische Reinigung und in fortgeschrittenen Fällen ein chirurgischer Eingriff können erforderlich sein.
  • Lockerung oder Bruch des Implantats: Durch falsche Belastung, ungleiche Kaukräfte oder Stöße können sich Implantate lockern oder brechen. In solchen Fällen muss das Implantat möglicherweise entfernt und durch ein neues ersetzt werden.
  • Kompatibilitätsprobleme mit der Prothese: Eine falsche Positionierung der Prothese (zu weit außen beim Versuch, die Lippen zu stützen, oder zu weit innen), ein zu weit vorne oder hinten liegender Unterkiefer des Patienten sowie eine zu hohe vertikale Dimension führen dazu, dass die Kaukräfte unkontrolliert auf die Prothese wirken. Dadurch werden die Implantate, die die Prothese stützen, beeinträchtigt und der Patient hat Probleme beim Kauen, Schmerzen oder ästhetische Probleme. Compliance-Probleme können durch eine Neuanpassung oder einen Austausch der Prothese gelöst werden. Kommt es bei festsitzendem Zahnersatz beispielsweise beim Essen oder bei Bewegungen des Kiefers nach rechts, links und vorne zu Primärkontakten, wirkt sich dies ebenfalls unmittelbar negativ auf das Implantat aus. Insbesondere ungleichmäßige Seitenkräfte führen zum Schmelzen des Knochens um das Implantat herum und können in fortgeschrittenen Fällen zum Verlust des Implantats führen.

Faktoren, die zum Implantatverlust führen können

  • Rauchen: Verzögert die Heilung durch Störung der Blutzirkulation.
  • Diabetes und chronische Erkrankungen: Erhöht das Infektionsrisiko und verlangsamt den Heilungsprozess.
  • Schlechte Mundhygiene: Führt zu Bakterienansammlungen, die zur Entwicklung einer Periimplantitis führen können.
  • Zähneknirschen und -pressen (Bruxismus): Dies belastet das Implantat übermäßig und verhindert die Verwachsung mit dem Knochen.

Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Komplikationen

  • Planung und Untersuchung: Eine gute Operationsplanung und die Anwendung beim entsprechenden Patienten sind wichtig. Insbesondere in Fällen, in denen kein Zahn mehr vorhanden ist oder eine Zahnentfernung schon lange zurückliegt und ein starker vertikaler und horizontaler Knochenverlust im Kieferknochen vorliegt, sowie eine Implantation im Bereich anatomischer Formationen in Erwägung gezogen wird, sollte unbedingt eine dreidimensionale Bildgebung (Tomographie) zum Einsatz kommen. Durch die Planung einer Tomographie vor Beginn des chirurgischen Eingriffs können Komplikationen minimiert werden.
  • Hygiene und Pflege: Die regelmäßige Mundpflege und die Verwendung von Zahnseide nach dem Implantat werden dem Patienten sorgfältig erklärt.
  • Kontrollen: In den ersten 6 Monaten sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt erfolgen.
  • Ernährung: Es ist wichtig, weiche Nahrung zu sich zu nehmen und harte Nahrung zu vermeiden.
  • Vermeiden Sie Rauchen und Alkoholkonsun um den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Was ist Periimplantitis? Ist es der Hauptfaktor für Implantatverluste?

Bei mangelhafter Mundhygiene kommt es zur Vermehrung von Bakterien auf der Implantatoberfläche und es entsteht eine Entzündung (Perimukositis) im Weichgewebe rund um das Implantat. Bleibt die Behandlung aus, kann es zu Knochenschwund um das Implantat herum (Periimplantitis) kommen. Wenn ein Implantat seine Verbindung mit dem umgebenden Knochen vollständig verliert, kommt es zur Implantatbeweglichkeit und anschließend zum Implantatverlust.

Regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen sind unerlässlich, um die Gesundheit des Gewebes um das Implantat herum zu erhalten und die Langlebigkeit der Implantate sicherzustellen. Der Knochenabbau, der insbesondere im Knochengewebe rund um das Implantat beginnt, ist für Patienten nicht nachvollziehbar. Denn in einem solchen Fall ist keine Beweglichkeit des Implantats gegeben. Während dieser Zeit bemerkt der Patient möglicherweise, dass etwas nicht stimmt, indem er Blutungen, Schwellungen, schlechten Geruch und Geschmack im Mund in den Weichteilen um das Implantat herum wahrnimmt. Durch regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen versucht man jedoch, die Periimplantitis zu behandeln, bevor der Knochenabbau fortschreitet. Solange jedoch der Faktor, der die Periimplantitis verursacht, im Mundmilieu weiter vorhanden ist, ist das Behandlungsergebnis ein Misserfolg. Sollte es trotz sorgfältiger Mundhygiene zu einem systemischen Problem beim Patienten kommen oder sollte nach der Anfertigung des implantatgetragenen Zahnersatzes ein systemisches Problem auftreten und der Patient deshalb Medikamente einnehmen müssen, kann sich dies ebenfalls negativ auf den Erfolg der Implantate auswirken. Wenn der Patient aufgrund einer Krebserkrankung eine Strahlentherapie unterziehen muss oder wenn mit der Einnahme von Bisphosphonaten aufgrund von Osteoporose begonnen wird oder der Patient ein Diabetiker ist, der nicht auf seine Ernährung achtet und dadurch einen außer Kontrolle geratenen Blutzuckerspiegel hat, sind beispielhafte Faktoren, die den Implantaterfolg langfristig negativ beeinflussen.

Vom Arzt ausgehende Faktoren, die eine Periimplantitis begünstigen: Falsche Planung von implantatgetragenem Zahnersatz; Verbleiben von Zementresten im subgingivalen Bereich, keine ausreichende Hygienefähigkeit des implantatgetragenen Zahnersatzes, ein fehlerhafter Biss, die Verwendung des falschen Materials im falschen Bereich, etc.

Behandlung: Der Lappen wird chirurgisch entfernt und der Problembereich wird vollständig sichtbar. Zunächst werden durch Bakterieneintrag die auf der Implantatoberfläche vorhandenen Bakterien von der Implantatoberfläche gereinigt. Die Implantatoberfläche wird mittels Säuerungs- oder Parodontalschaufeln aus Titan gereinigt und gefräst, um die Implantatoberfläche zu glätten. Wenn es einen konkaven Bereich gibt, um den herum das Knochentransplantat platziert wird; Abgeschlossen wird die Behandlung durch die Platzierung eines Knochentransplantats und einer Membran sowie darüber einem Bindegewebstransplantat. Wenn das Problem durch die Prothese verursacht wird, muss die Prothese ausgetauscht und durch eine Neuplanung erneuert werden.