Kieferorthopädische Untersuchung und Platzhalter bei Kindern
Kieferorthopädische Bewertung
Kieferorthopädie ist die Wissenschaft der Korrektur von Unregelmäßigkeiten der Zähne und des Kiefers. Bei einer kieferorthopädischen Untersuchung bei Kindern handelt es sich um eine Untersuchung, die durchgeführt wird, um potenzielle Probleme frühzeitig während des Wachstums und der Entwicklung von Zähnen und Kiefern zu erkennen und zu behandeln. Auf diese Weise kann das Auftreten schwerwiegenderer Probleme verhindert werden.
Warum ist eine kieferorthopädische Untersuchung wichtig?
- Früherkennung: Regelmäßige Kontrolluntersuchungen im Kindesalter helfen bei der Früherkennung von Zahn- und Kieferproblemen.
- Verkürzung des Behandlungsverlaufs: Früh begonnene Behandlungen dauern in der Regel kürzer und führen zu erfolgreicheren Ergebnissen.
- Mehr Selbstvertrauen: Richtig ausgerichtete Zähne steigern das Selbstvertrauen des Kindes.
- Mundgesundheit: Unregelmäßige Zähne führen zu Bereichen, die schwer zu reinigen sind und so Karies und Zahnfleischerkrankungen vorbeugen. Durch eine kieferorthopädische Behandlung wird dieses Risiko verringert.
Wann sollte bei Kindern eine kieferorthopädische Untersuchung durchgeführt werden?
- Durchbruch des ersten Zahns: Es ist wichtig, mit dem ersten Milchzahn zum Zahnarzt zu gehen, wenn er durchbricht.
- 2,5–3 Jahre: Ein Zahnarzt sollte für eine allgemeine Untersuchung der Mundgesundheit aufgesucht werden.
- Alter 6: Sollte von einem Kieferorthopäden untersucht werden, wenn die bleibenden Zähne durchbrechen.
Kieferorthopädische Behandlung Bei Kindern
Frühbehandlung
Viele Probleme wie Kiefervorsprung und -enge sind bei frühzeitiger Diagnose durch einen Kieferorthopäden wesentlich einfacher und kostengünstiger zu behandeln.
Folgende Fragen gehört zu den Themen, auf die viele Eltern Antworten suchen: Die Bedeutung einer frühen Behandlung und „Wann sollte man mit der kieferorthopädischen Behandlung beginnen?”. Obwohl eine kieferorthopädische Behandlung bei Patienten aller Altersgruppen möglich ist, bietet eine frühzeitige Behandlung verschiedene Vorteile für den Patienten. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, die erste kieferorthopädische Untersuchung in dem vom Kieferorthopäden empfohlenen Alter durchführen zu lassen.
Vorteile einer frühen Behandlung
Eine frühzeitige Erkennung der meisten kieferorthopädischen Probleme bietet verschiedene Vorteile bei der Lösung des Problems. Durch frühzeitiges Erkennen des Problems kann es in wesentlich kürzerer Zeit gelöst werden. Andererseits kann durch eine frühzeitige Diagnose des Problems und ein rechtzeitiges Eingreifen eine deutlich wirtschaftlichere kieferorthopädische Behandlung ermöglicht werden.
In welchem Alter sollte mit der kieferorthopädischen Behandlung begonnen werden?
Viele Menschen fragen: „In welchem Alter beginnt die kieferorthopädische Behandlung?“ Es ist sehr wichtig, dass die kieferorthopädische Untersuchung bis zum 7. Lebensjahr erfolgt. Die American Association of Orthodontics empfiehlt außerdem, dass Kinder vor dem siebten Lebensjahr eine kieferorthopädische Kontrolluntersuchung wahrnehmen.
Insbesondere: „Ab welchem Alter sollte eine Kieferbehandlung durchgeführt werden?“ Als Antwort auf die Frage: Durch die Untersuchungen in diesem Alter können Probleme in der Kiefer- und Zahnentwicklung frühzeitig erkannt werden, während das Kind noch Milchzähne im Mund hat. Frühzeitig erkannte kieferorthopädische Probleme können so deutlich einfacher behandelt werden. Während bei vielen kieferorthopädischen Patienten die aktive Behandlung im Alter zwischen 9 und 14 Jahren beginnt, können Skeletterkrankungen bereits vor dem Ende der Wachstumsphase des Kindes behoben werden.
Nach der ersten kieferorthopädischen Untersuchung kann untersucht werden, ob eine Kieferenge vorliegt, ob eine Kiefervorverlagerung oder -rückverlagerung vorliegt und ob ein Platzproblem durch frühen Verlust der Milchzähne vorliegt. Auch bei Kindern mit Problemen wie Daumenlutschen, Mundatmung und Zungenstoß kann frühzeitig mit der Behandlung begonnen werden. Dann können Probleme, die in Zukunft operativ behoben werden müssten, nur durch den Einsatz einfacher Geräte behoben werden.
Patienten fragen: „Ab welchem Alter sollte man eine Zahnspange tragen?“ Um die Frage zu beantworten: Zu beachten ist, dass es nach oben keine Altersgrenze gibt. Nach der ersten kieferorthopädischen Untersuchung beginnt die Behandlung im Rahmen des vom Arzt geplanten Behandlungsprogramms, bei Kinderpatienten liegt dieser Zeitraum normalerweise zwischen dem 9. und 14. Lebensjahr.
Bei frühen kieferorthopädischen Behandlungen werden im Allgemeinen herausnehmbare Geräte verwendet. Aus diesem Grund sollten Patienten die vom Arzt verordnete herausnehmbare Zahnspange mindestens 20 Stunden täglich tragen; ist für eine effiziente Durchführung der Behandlung von großer Bedeutung.
Insbesondere nach einer frühen Behandlung kann ab etwa dem 12. Lebensjahr, wenn die bleibenden Zähne durchgebrochen sind, erneut eine kieferorthopädische Zahnspange notwendig werden. Diese Behandlung kann mit einer viel kürzeren und einfacheren Behandlungsmethode durchgeführt werden. Bei frühzeitiger Behandlung können Unterkiefer und Oberkiefer nach vorne bzw. hinten verschoben werden. Gleichzeitig können der schmale Unterkiefer und Oberkiefer verbreitert werden.
Erkrankungen, die eine kieferorthopädische Behandlung bei Kindern erfordern
• Lücken zwischen den Zähnen: Können aufgrund genetischer Faktoren oder frühen Zahnverlusts auftreten und die Kauleistung beeinträchtigen.
• Fehlbiss (schief stehende Zähne): Eine Fehlstellung der Ober- und Unterzähne kann zu verschiedenen Zahn- und Kieferproblemen führen.
• Mundatmung: Länger anhaltende Mundatmung kann sich negativ auf die Entwicklung von Zähnen und Kiefer auswirken.
• Früher oder später Ausfall der Milchzähne: Ein vorzeitiger oder später Ausfall der Milchzähne kann die Stellung der bleibenden Zähne und die Kieferentwicklung beeinträchtigen.
• Falsches Schlucken oder Zungenstoß: Diese Situationen können dazu führen, dass die Zähne nach vorne gedrückt werden und es zu einem Platzmangel kommt.
Frühe Warnsignale für die Notwendigkeit einer kieferorthopädischen Behandlung
• Daumenlutschen, langfristige Verwendung von Flaschen oder Schnullern: Diese Angewohnheiten können die natürliche Entwicklung von Zähnen und Kiefer stören und zu kieferorthopädischen Problemen führen.
• Auf die Wangen oder Lippen beißen: Eine abnormale Bissstruktur kann zu ständigem Beißen auf die Wangen oder Lippen führen, was ein Zeichen für Zahnengstand oder eine Kieferfehlstellung sein kann.
• Inkonsistenz der Gesichts- und Kieferstruktur: Das inkonsistente Erscheinungsbild von Zähnen, Lippen, Kiefer und anderen Gesichtszügen kann ein Hinweis auf zugrunde liegende kieferorthopädische Probleme sein.
Was Sind Platzhalter?
Platzhalter sind eine wichtige Behandlungsmethode bei frühem Zahnverlust im Kindesalter. Bei einem frühen Milchzahnverlust können die Seitenzähne in die Lücke wandern und es ist nicht genügend Platz für den Durchbruch des bleibenden Zahns vorhanden. Platzhalter sind spezielle Geräte, die dazu dienen, diesen Abstand zu wahren und sicherzustellen, dass der bleibende Zahn an der richtigen Stelle durchbricht. Durch die richtige Ausrichtung der Zähne wird die Entwicklung des Kieferknochens unterstützt und Sprachproblemen vorgebeugt. Wenn bei Ihrem Kind frühzeitiger Zahnverlust auftritt, sollten Sie unbedingt einen Zahnarzt aufsuchen.
Vorteile von Platzhaltern:
- Platzschutz: Er sorgt dafür, dass ausreichend Platz für den Durchbruch des bleibenden Zahns erhalten bleibt.
- Korrekte Zahnstellung: Durch den Verlust der Milchzähne kann es passieren, dass sich die Nachbarzähne mit der Zeit durch die entstandene Lücke verschieben. Der Platzhalter verhindert diese Bewegung und sorgt für die richtige Stellung der bleibenden Zähne.
- Unterstützung der Kieferknochenentwicklung: Die Zahnwurzel stützt den Kieferknochen. Früher Zahnverlust kann sich negativ auf die Entwicklung des Kieferknochens auswirken. Der Platzhalter verhindert den Abbau der Kieferstruktur, indem er den Aufbau dieses Knochens unterstützt.
- Vorbeugung künftiger Behandlungen: Reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass umfangreichere kieferorthopädische Behandlungen erforderlich werden.
- Sprachproblemen vorbeugen: Zahnverlust, insbesondere der Frontzähne, kann zu Sprachproblemen führen. Ein Platzhalter vermeidet diese Probleme.
Arten von Platzhaltern:
- Festsitzende Platzhalter: Dabei handelt es sich um Apparaturen, die an den Zähnen befestigt werden und sich nur schwer entfernen lassen. Es wird im Allgemeinen bei einzelnem Zahnverlust oder bei kleinen Kindern bevorzugt.
- Herausnehmbare Platzhalter: Dabei handelt es sich um Geräte, die vom Kind herausgenommen werden können und meist aus Kunststoff bestehen. Es wird bei mehrfachem Zahnverlust oder bei älteren Kindern bevorzugt.
Vorteile von Platzhaltern
- Ästhetisches Erscheinungsbild: Moderne Lückenhalter haben ein ästhetisches Erscheinungsbild, da sie in der Regel zahnfarben sind.
- Bequeme Nutzung: Die meisten Kinder gewöhnen sich innerhalb kurzer Zeit an die Platzhalter und verspüren bei der Nutzung keine Beschwerden. Bei festsitzenden Lückenhaltern handelt es sich insbesondere um Geräte, die den Platz des fehlenden Zahns durch ein Band um lediglich einen Zahn und eine Metallverlängerung, die zum Vorderzahn hin reicht, sichern.
- Effektive Behandlung: Platzhalter lösen effektiv die Probleme, die nach Zahnverlust auftreten.
Anwendung von Platzhaltern
Die Applikation des Platzhalters erfolgt durch den Zahnarzt. Zunächst wird der Zustand durch eine mündliche Untersuchung und eine Röntgenaufnahme beurteilt. Anschließend wird ein für den Kindermund passender Platzhalter angefertigt und auf die Zähne geklebt oder befestigt.
Pflege von Platzhaltern
Die Lebensdauer und Wirksamkeit des Platzhalters kann durch regelmäßige Pflege verlängert werden. Der Lückenhalter sollte gemäß den Empfehlungen des Zahnarztes regelmäßig gereinigt und kontrolliert werden. In dieser Phase ist es wichtig, dass die Eltern ihr Kind kontrollieren und anleiten.

