MTA-Anwendungen
MTA ist ein biokompatibles Füllmaterial, das häufig in der Endodontie (Wurzelkanalbehandlung) verwendet wird. Das in den 1990er Jahren entwickelte Material wird insbesondere bei Wurzelspitzenresektionen, Perforationsreparaturen und als Wurzelfüllmaterial bevorzugt eingesetzt. MTA beschleunigt die Gewebeheilung. Es ist langlebig und haltbar. Es besteht eine hohe Chance, den Zahn zu retten. Die Aushärtezeit kann lang sein (3–4 Stunden). Die Kosten sind höher als bei anderen Füllmaterialien.
Anwendung
Der Bereich wird mit Lokalanästhesie betäubt. Infiziertes Gewebe wird gereinigt und der Bereich desinfiziert. MTA wird zu einer pastösen Konsistenz gebracht und in den Anwendungsbereich eingebracht. Es wird in einer feuchten Umgebung ausgehärtet und mit einer provisorischen Füllung abgedeckt.
Funktionen
- Biokompatibel: Es ist mit Körpergewebe verträglich und ungiftig.
- Antibakterielle Wirkung: Es reduziert das Infektionsrisiko, indem es das Bakterienwachstum verhindert.
- Hohe Abdichtung: Bietet hervorragende Isolierung beim Schließen der Kanäle.
- Setzt Kalziumionen frei: Fördert die Gewebeheilung und unterstützt die Bildung von Hartgewebe.
- Feuchtigkeitsbeständig: Es kann sogar in feuchten Umgebungen aushärten.
In welchen Fällen wird MTA verwendet?
- Apexifikation (Wurzelspitzenverschluss): Sorgt für den Wurzelspitzenverschluss bei Zähnen mit unvollständiger Wurzelentwicklung.
- Perforationsreparatur: Wird zur Reparatur von Perforationen in der Wurzel oder Wurzelspitze verwendet, die während einer Wurzelkanalbehandlung auftreten.
- Pulpaabdeckung (direkt/indirekt): Wird bei Verfahren angewendet, deren Ziel der Schutz der Pulpa (Nervengewebe) ist.
- Retrograde Füllung (chirurgische Endodontie): Wird verwendet, um das Ende des Kanals nach einer Wurzelspitzenresektion (Schneiden) zu schließen.
- Apikale Barriere: Bildet bei der Behandlung unterentwickelter Wurzeln eine Barriere an der Wurzelspitze.
